Gastruf: was im Set steckt, was er kostet und was ihn ersetzt
Unter Gastruf verkauft der Fachhandel das Komplett-Set für die Gastronomie: ein Sender an der Ausgabe, zehn oder fünfzehn Pager für die Gäste, eine Ladeschale und ein Netzteil. Der Gast bestellt, bekommt ein Gerät in die Hand und setzt sich. Ist das Essen fertig, tippt Ihr Personal die Nummer, das Gerät vibriert und leuchtet.
Diese Seite nimmt so ein Set auseinander: was im Karton liegt, was die Teile einzeln kosten, was nach dem Kauf jeden Tag dazukommt und wo die Grenzen liegen. Und sie zeigt den Weg, der seit ein paar Jahren daneben steht: derselbe Gastruf über das Telefon, das Ihr Gast ohnehin in der Tasche hat, ohne Karton und ohne Ladeschale.
- 1 Sender, 10 Pagersteckt im üblichen Komplett-Set
- 600 bis 1 200 €kostet so ein Set im Fachhandel
- 10 Ladeplätzewollen jede Nacht eine Steckdose
- 0 €kostet der Gastruf über Bipresto
Das Wichtigste
- Ein Gastruf-Set ist kein einzelnes Gerät, sondern eine kleine Anlage: Sender, Empfänger, Ladeschale, Netzteil.
- Der Kaufpreis ist der kleinere Teil. Ersatzgeräte, Akkus und verlorene Pager laufen jahrelang weiter.
- Die Stückzahl im Karton ist zugleich Ihre Obergrenze: Der elfte Gast wartet wieder an der Theke.
- Derselbe Ruf geht über den QR-Code auf das Telefon des Gastes, ohne Sender, ohne Stückzahl, ohne Ladeschale.
Was der Handel unter Gastruf versteht
Der Begriff steht nicht für ein bestimmtes Gerät, sondern für den Zweck: den Gast rufen, sobald seine Bestellung fertig ist. Deshalb finden Sie unter demselben Wort Sets von ganz verschiedenen Herstellern, mit Coastern, mit Piepsern am Clip, seltener mit Armbändern. Die Bedienung ist überall gleich, und das ist der eigentliche Grund für den Erfolg dieser Anlagen: Sie ändern nichts an Bestellung, Kasse und Ausgabe, sie hängen nur ein Signal ans Ende.
Wichtig ist die Abgrenzung nach zwei Seiten. Der Gastruf geht an den Gast. Ruft Ihre Küche den Service oder der Gast am Tisch den Kellner, heißt das Personalruf und ist eine andere Anlage, mit Uhren, Tastern und Montage. Und wer nur von einem Pager spricht, meint das einzelne Empfangsgerät, nicht das Set drumherum.
- Gastruf, Gästeruf, Gästerufsystem: derselbe Zweck, dasselbe Set.
- Personalruf ist die Gegenrichtung, vom Haus an das Personal.
- Pager meint nur den Empfänger, nicht den Sender und die Schale.
Was im Komplett-Set steckt
Ein typischer Karton enthält vier Dinge, und jedes davon hat später seinen eigenen Ärger. Der Sender steht an der Ausgabe und braucht eine Steckdose und einen Platz, an dem er nicht im Weg ist. Die Pager sind der Teil, der das Haus verlässt. Die Ladeschale steht dort, wo abends jemand daran denkt. Und das Netzteil ist das Teil, das nach zwei Jahren zuerst ausfällt.
Vor dem Kauf lohnt sich eine nüchterne Frage zu jeder Position: Was passiert, wenn genau dieses Teil fehlt oder kaputt ist? Beim Sender steht der ganze Gastruf still. Bei einem einzelnen Pager fehlt Ihnen in der Spitze ein Platz. Bei der Ladeschale beginnt der nächste Tag mit leeren Geräten.
| Teil | Wofür | Was es später verlangt |
|---|---|---|
| Sender an der Ausgabe | Nummer eintippen, Ruf senden | Steckdose, Platz an der Theke, Ersatz bei Ausfall |
| Pager, 10 bis 20 Stück | Der Gast trägt ihn an den Tisch | 20 bis 50 € je Ersatzgerät, Akkuwechsel nach zwei bis drei Jahren |
| Ladeschale | Alle Geräte über Nacht laden | Eine zweite Steckdose und jemanden, der abends einsammelt |
| Netzteil | Versorgt Sender und Schale | Das erste Teil, das kaputtgeht, und selten einzeln lieferbar |
Was ein Gastruf über vier Jahre kostet
Der Preis im Shop ist der Einstieg, nicht die Rechnung. Rechnen Sie den Kaufpreis, dann jedes Jahr die Geräte, die nicht zurückkommen, und nach zwei bis drei Jahren die Akkus, die nicht mehr durch den Abend tragen. In einem Betrieb mit Laufkundschaft verschwinden erfahrungsgemäß ein bis drei Pager im Jahr, in einer Eisdiele oder im Biergarten mehr.
Der Vergleich unten setzt ein Set mit zehn Pagern an, ein Set mit zwanzig und den Ruf über das Telefon des Gastes. Die Zahlen sind Größenordnungen aus den Listenpreisen des Fachhandels, keine Angebote: Ihr Händler rechnet anders, und größere Stückzahlen werden pro Stück günstiger.
Größenordnungen aus Listenpreisen des Fachhandels, mit zwei verlorenen Geräten pro Jahr und einem Satz Ersatzakkus. Bipresto ist kostenlos.
Was nach dem Kauf jeden Tag dazukommt
Ein Gastruf-Set ist kein Gerät, das man aufstellt und vergisst. Es bringt eine kleine Routine mit, und die läuft jeden Tag, auch am Sonntag und auch, wenn eine Kraft ausfällt. Abends einsammeln, zählen, in die Schale stecken. Morgens prüfen, ob alle geladen haben. Zwischendurch wischen, weil das Gerät von Hand zu Hand geht.
Diese Routine ist der Punkt, an dem die meisten Betriebe irgendwann aufhören. Nicht weil die Technik schlecht wäre, sondern weil nach einem Jahr drei Geräte fehlen, zwei nicht mehr durchhalten und niemand mehr weiß, wo das Ersatznetzteil liegt.
Die Routine, die mit dem Set mitkommt
- abends alle Geräte einsammeln und zählen
- jedes Gerät in die Schale stecken, keines übersehen
- morgens den Ladestand prüfen
- zwischen zwei Gästen abwischen
- fehlende Geräte nachbestellen und neu nummerieren
- Akkus nach zwei bis drei Jahren tauschen
Gastruf ohne Set: der QR-Code auf dem Tresen
Derselbe Ablauf funktioniert ohne einen einzigen gekauften Empfänger. Ihr Gast scannt beim Bestellen den QR-Code auf dem Plakat, gibt seine Nummer ein und bekommt seine Bestellnummer auf das eigene Telefon. Ist das Essen fertig, tippen Sie an Ihrem Bildschirm auf „Fertig“, und sein Telefon klingelt und vibriert.
Der Unterschied liegt nicht im Erlebnis des Gastes, das ist in beiden Fällen dasselbe Signal. Der Unterschied liegt hinter der Theke: Es gibt nichts einzusammeln, nichts zu laden, nichts zu zählen, keine Stückzahl und keine Reichweite. Und es gibt keinen Karton, der bei einem Umzug oder einem Personalwechsel verschwindet.
Gastruf mit Set
- Anschaffung 600 bis 1 200 €
- Stückzahl begrenzt die Zahl der Wartenden
- Reichweite endet an Wänden und im Freien
- einsammeln, laden, zählen, reinigen
- Ersatzgeräte und Akkus über Jahre
Gastruf über Bipresto
- kostenlos, ohne Vertrag
- unbegrenzt viele Gäste gleichzeitig
- Reichweite des Mobilnetzes
- nichts einzusammeln, nichts zu laden
- ein Plakat ersetzt den ganzen Karton
Umstellen, ohne das Set wegzuwerfen
Sie müssen sich nicht entscheiden, bevor Sie es gesehen haben. Legen Sie Ihre Seite an, drucken Sie das Plakat und stellen Sie es für eine Woche neben den Ständer mit den Pagern. Ihre Gäste wählen selbst, und nach einer Woche wissen Sie, wie viele zum Telefon greifen.
Die Einrichtung dauert etwa zwanzig Minuten, davon fünfzehn für das Drucken und Aufstellen des Plakats. Es gibt keine Installation, keinen Techniker und keinen Vertrag, den Sie später kündigen müssten.
- Seite anlegenMit dem Google-Konto anmelden, den Namen Ihres Betriebs eintragen, fertig. Ihre Seite und Ihr QR-Code stehen sofort.
- Plakat drucken und aufstellenA4 in Farbe, an die Theke oder auf den Tresen. Das ist das einzige Stück Papier, das der Gastruf braucht.
- Eine Woche nebeneinander laufen lassenPager bleiben im Ständer, das Plakat steht daneben. Sie sehen an Ihrem Bildschirm, wie viele Gäste scannen.
Häufige Fragen
Was kostet ein Gastruf-Set mit zehn Pagern?
Im Fachhandel liegen Sets mit einem Sender und zehn Pagern meist zwischen 600 und 1 200 €, je nach Hersteller, Reichweite und Ausstattung der Ladeschale. Dazu kommen 20 bis 50 € für jedes Ersatzgerät. Der Ruf über Bipresto kostet nichts.
Wie viele Pager braucht mein Betrieb?
Zählen Sie die Bestellungen, die in Ihrer Spitze gleichzeitig offen sind, nicht den Durchschnitt. Eine Bäckerei um zwölf liegt bei acht bis zwölf, ein Food-Court-Stand am Samstag bei zwanzig bis vierzig. Über das Telefon des Gastes gibt es keine Obergrenze.
Was ist der Unterschied zwischen Gastruf und Personalruf?
Der Gastruf geht an den Gast: Seine Bestellung ist fertig. Der Personalruf geht an Ihr Team: Die Küche ruft den Service oder der Gast am Tisch den Kellner. Das sind zwei verschiedene Anlagen, die sich nicht ersetzen.
Wie weit reicht ein Gastruf-Sender?
Datenblätter nennen oft mehrere hundert Meter, gemessen bei freier Sicht. Wände, Kühlräume und der Hof dahinter kürzen das deutlich. Der Ruf über das Mobilnetz kennt diese Grenze nicht, solange das Telefon des Gastes Empfang hat.
Kann ich einen Gastruf ohne Geräte testen?
Ja. Seite anlegen, Plakat drucken, aufstellen: In etwa zwanzig Minuten läuft der erste Ruf, ohne Kauf und ohne Vertrag. Stellen Sie das Plakat eine Woche neben Ihre Pager und vergleichen Sie selbst.
Was passiert mit meinen alten Pagern?
Nichts, was Sie entscheiden müssten. Lassen Sie sie im Ständer, solange Gäste danach greifen. Viele Betriebe halten die letzten Geräte noch ein paar Wochen für Gäste ohne Telefon bereit und stellen den Rest still.
Bipresto kostenlos testen
Seite anlegen, QR-Code ausdrucken und heute die ersten Gäste aufs Handy rufen.