Gästeruf mieten: wie die Miete läuft und was sie wirklich kostet

Wer Gästeruf mieten sucht, will die Geräte fast nie für immer. Gesucht werden zwanzig Empfänger für drei Festivaltage, ein Satz für die Sommerterrasse oder etwas, das einen Pop-up-Betrieb bis zum Ende der Zwischenmiete trägt. Ein komplettes Set zu kaufen hieße, Geld für elf Monate Stillstand zu binden.

Diese Seite begleitet eine Miete vom Angebot bis zur Rückgabe: übliche Laufzeiten, Kaution, Lieferung, und was passiert, wenn ein Empfänger nicht zurückkommt. Danach stehen die drei Wege nebeneinander: mieten, kaufen, oder den Gast auf dem Telefon rufen, das er ohnehin in der Tasche hat.

  • 3 Tage bis 6 Monatedie üblichen Mietzeiträume
  • 2 bis 5 € pro Tagje Empfänger, als Größenordnung
  • 20 bis 50 €je Gerät, das nicht zurückkommt
  • 0 €für den Ruf ohne Mietgerät

Das Wichtigste

  • Wer einen Gästeruf mieten will, mietet eine komplette Anlage: Sendestation, Empfänger, Ladeschale. Ein einzelner Coaster wird nirgends vermietet.
  • Der Tagespreis ist die Schlagzeile. Die Rechnung entscheidet sich an der Kaution und an den Geräten, die fehlen.
  • Unter drei bis vier Einsatzwochen im Jahr ist Mieten günstiger als Kaufen. Darüber dreht sich die Rechnung um.
  • Es gibt einen dritten Weg: weder mieten noch kaufen, sondern das Telefon des Gastes nach einem Scan klingeln lassen.

Wie eine Gästeruf-Miete abläuft

Ein Vermieter schickt keine losen Empfänger, sondern eine Anlage, die zusammen funktioniert, Sendestation inklusive und bereits nummeriert. Sie nennen drei Dinge: Ihre Termine, wie viele Gäste gleichzeitig warten werden, und die Lieferadresse. Daraufhin kommt ein Angebot, und die Kiste erreicht Sie ein bis zwei Tage vorher per Spedition.

Die Rückgabe läuft genauso, in derselben Kiste und mit demselben Lieferschein. Der Vermieter zählt, prüft und berechnet, was fehlt. Genau dieser letzte Schritt ist der eigentliche Vertrag, denn er entscheidet, ob das Budget gehalten hat.

  • Das Angebot entsteht aus drei Zahlen: Termine, Stückzahl, Lieferadresse.
  • Wer nur Pager mieten will, bekommt trotzdem die ganze Anlage: die Sendestation wird nie einzeln vermietet.
  • Die Geräte reisen geladen, kommen aber selten voll geladen an.
  • Der Rückgabeschein ist das Papier, das im Streitfall zählt.
  1. Angebot anfragenGenaue Termine, Anzahl der Empfänger, Lieferadresse. Rechnen Sie mit ein bis zwei Werktagen bis zur Antwort.
  2. Kaution hinterlegenKartenreservierung oder Scheck, berechnet auf den Wiederbeschaffungswert der Anlage und erst nach der Zählung frei.
  3. Annehmen und zählenKiste gegen den Lieferschein öffnen, jeden Empfänger testen und alles fotografieren, was schon beschädigt ist.
  4. Zurückschicken und zählen lassenGleiche Kiste, gleicher Schein. Lassen Sie sich die Rückgabe schriftlich bestätigen, bevor die Spedition fährt.
Was ein komplettes Gastruf-Set enthält

Gästerufsystem mieten: die Preise in Größenordnungen

Vermieter rechnen pro Tag und pro Empfänger, mit sinkendem Satz bei längerer Laufzeit. Die Zahlen unten sind vorsichtige Größenordnungen aus veröffentlichten Preislisten des Veranstaltungsverleihs, keine Angebote. Ihres fällt je nach Region, Saison und Marke anders aus, also dienen sie nur zur Einordnung.

Drei Posten kommen fast immer zum Listenpreis dazu: Hin- und Rückfracht, eine freiwillige Bruchversicherung und die Kaution, die zwar kein Kostenpunkt ist, aber die ganze Laufzeit über Liquidität bindet. Fragen Sie diese drei ab, bevor Sie zwei Angebote vergleichen.

LaufzeitRichtpreis der AnlageWas dazukommt
Ein Wochenende150 bis 250 €Fracht hin und zurück, Kaution auf den Anlagenwert
Eine Woche250 bis 450 €Gleiche Fracht, Staffelpreis ab drei Tagen
Ein Monat500 bis 900 €Hier wird meist eine Bruchversicherung angeboten
Eine Saison, drei Monate1.000 bis 1.800 €Spätestens jetzt schlägt der Vermieter den Kauf vor
Größenordnungen für zehn Empfänger samt Sendestation
Was ein Gästerufsystem im Kauf kostet

Mieten, kaufen oder nichts anschaffen müssen

Die Rechnung ist kurz, sobald man sie aufschreibt. Mieten gewinnt bei kurzem, seltenem Einsatz: kein gebundenes Kapital, kein Lagerplatz, keine Anlage, die im Schrank altert. Kaufen gewinnt beim Dauerbetrieb, denn ab drei bis vier Einsatzwochen im Jahr übersteigt die Summe der Mieten den Preis eines neuen Sets.

Es bleibt eine dritte Spalte, die in keiner Preisliste steht: gar keine Anlage zu haben. Der Gast scannt beim Bestellen einen QR-Code, hinterlässt Telefonnummer und E-Mail-Adresse, und seine eigene Seite klingelt, sobald die Bestellung fertig ist. Keine Laufzeit, keine Stückzahl, keine Kaution, keine Rückgabe.

KriteriumMietenKaufenBipresto
Einsatz vorabEinige hundert EuroDer Preis des SetsNichts
Gleichzeitig wartende GästeIm Angebot festgelegtBeim Kauf festgelegtOhne Obergrenze
Nach der VeranstaltungAlles geht zurückLagern und ladenNichts zu verstauen
Verlorenes GerätBei Rückgabe berechnetEinzeln nachkaufenEntfällt
Zeit bis zum StartEin bis zwei Tage FrachtDie LieferzeitRund zwanzig Minuten
Die drei Wege an den Punkten, die wirklich entscheiden
Stattdessen kaufen: die sieben Prüfpunkte

Festival, Catering, Pop-up: wo sich Mieten lohnt

Drei Situationen kommen bei Vermietern immer wieder vor, und sie ähneln einander: kurzer Bedarf, ungewöhnliche Menge, und kein Wunsch, danach etwas zu besitzen. Der Festivalstand bedient in drei Tagen, was er im ganzen Jahr nicht bedient. Der Caterer rüstet am Samstag ein Hochzeitsbuffet aus. Das Pop-up öffnet sechs Wochen in einer Passage und schließt wieder.

In allen drei Fällen tut eine Miete genau ihren Dienst. Sie teilt allerdings einen blinden Fleck: Sie setzt voraus, dass Ihre Gäste in Reichweite der Sendestation bleiben. Auf freiem Gelände, zwischen zwei Gebäuden oder sobald Leute Richtung Parkplatz gehen, enttäuscht die Leihanlage genau dort, und dann ist es zu spät.

  • Festival oder Markt: drei Tage Andrang, in der Spitze zu wenig Geräte.
  • Catering: jeden Samstag ein anderer Ort, jedes Mal neue Reichweite.
  • Pop-up: sechs Wochen Betrieb mit durchgehend gebundener Kaution.
  • Neueröffnung: man will testen, und der Test kostet bereits Geld.

Vor einer Miete für den Außenbereich zu prüfen

  • die echte Entfernung von der Sendestation zum fernsten Punkt
  • massive Hindernisse: tragende Wände, Container, Kühlräume
  • Strom für Sendestation und Ladeschale
  • die Stückzahl in der Spitze, nicht im Durchschnitt
  • wer die Anlage abends einsammelt und zählt
  • was der Vertrag für ein im Regen ertränktes Gerät berechnet
Gäste-Pager je Betrieb in der Gastronomie

Kaution, Verlust und Bruch: die Klausel zweimal lesen

Die Kaution überrascht mehr als der Tagessatz. Sie richtet sich nach dem Wiederbeschaffungswert der Anlage, nicht nach dem Mietpreis: Eine Miete für 250 € kann eine Kartenreservierung über mehrere hundert Euro bedeuten. Freigegeben wird sie nach der Zählung, also oft ein bis zwei Wochen nach der Rückgabe.

Verlust wiederum ist kein seltener Unfall, sondern der regelmäßigste Kostenposten dieser Technik. Ein Empfänger verschwindet in einer Jackentasche, ein anderer landet mit dem Tablett im Müll. Drei Tage mit zwanzig Empfängern geben selten zwanzig zurück. Planen Sie das ein, statt darauf zu hoffen.

Eine gemietete Anlage

  • eine Kaution, die die ganze Laufzeit gebunden ist
  • eine Zählung bei Anlieferung und bei Rückgabe
  • jedes fehlende Gerät einzeln berechnet
  • Bruch melden, teils versichern
  • Fracht in beide Richtungen planen

Das Telefon des Gastes

  • keine Kaution, keine Reservierung
  • abends nichts zu zählen
  • nichts zu verlieren, also nichts zu berechnen
  • nichts, das beim Herunterfallen bricht
  • ein Aushang, vor Ort gedruckt
Hygiene bei geteilten Pagern

Den Weg ohne Miete vorher ausprobieren

Bevor Sie ein Angebot verbindlich machen, gibt es einen Test, der nichts kostet und rund zwanzig Minuten dauert. Seite anlegen, Aushang drucken, an die Bestellstelle hängen. Ihr Gast scannt, hinterlässt Telefonnummer und E-Mail-Adresse und geht mit seiner Bestellnummer auf dem eigenen Bildschirm weg.

Ist die Bestellung fertig, tippen Sie auf Ihrer Tafel auf Fertig, und die Seite des Gastes klingelt, vibriert und geht auf Vollbild. Nichts wird per SMS verschickt: Es ist die bereits geöffnete Seite, die aufwacht. Hält das ein volles Wochenende durch, erübrigt sich das Angebot, einen Gästeruf mieten zu wollen.

  1. Seite anlegenAnmeldung mit einem Google-Konto, Name des Betriebs, fertig. Der QR-Code existiert sofort.
  2. Aushang druckenEin A4 in Farbe an der Bestellstelle. Mehr Verbrauchsmaterial hat die Einrichtung nicht.
  3. Einen ganzen Service laufen lassenEin Samstagmittag reicht, um zu sehen, ob Gäste scannen und ob der Ruf ankommt.
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Häufige Fragen

Was kostet es, Pager für ein Wochenende zu mieten?

Für zehn Empfänger samt Sendestation liegt eine vorsichtige Größenordnung bei 150 bis 250 € fürs Wochenende, zuzüglich Fracht und mit gebundener Kaution daneben. Die Preislisten schwanken stark nach Region und Saison, fragen Sie also immer das Gesamtangebot ab.

Kann man ein Gästerufsystem mieten, nur für einen Tag?

Für einen einzelnen Tag selten. Viele Vermieter beginnen bei drei Tagen, weil Hin- und Rückfracht davon bereits zwei belegen. Für einen einmaligen Einsatz wiegt der Transport oft schwerer als die Miete selbst.

Was passiert, wenn ein Gast mit einem Leihgerät verschwindet?

Der fehlende Empfänger wird bei der Rückgabe zum vertraglich vereinbarten Ersatzpreis berechnet, meist zwischen 20 und 50 € je Stück. Planen Sie diesen Posten ein: Eine dichte Veranstaltung verliert fast immer ein oder zwei Geräte.

Lohnt es sich eher, Pager zu mieten oder zu kaufen?

Die Schwelle liegt bei etwa drei bis vier Einsatzwochen im Jahr. Darunter vermeidet die Miete gebundenes Kapital für Technik, die schläft. Darüber übersteigt die Summe der Mieten den Preis eines Sets, und dann ist der Kauf mit dem Ruf aufs Gästetelefon zu vergleichen.

Sind Sendestation und Ladeschale in der Miete enthalten?

In nahezu allen Angeboten ja, denn vermietet wird eine funktionierende Anlage und keine losen Empfänger. Prüfen Sie aber die Anzahl der Ladeplätze, denn sie bestimmt, wie schnell die Anlage zwischen zwei Services wieder einsatzbereit ist.

Gibt es einen Gästeruf ganz ohne Miete und ohne Kauf?

Ja. Bei Bipresto scannt der Gast einen QR-Code, hinterlässt Nummer und E-Mail-Adresse, und seine eigene Seite klingelt, sobald die Bestellung fertig ist. Es gibt keine Anlage zu mieten, keine Kaution, keine Rückgabe und keine Obergrenze wartender Gäste.

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